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Kia Orana!
Irgendwo zwischen Tonga, Französisch Polynesien, Wasser und Himmel, beinah T.O.S. ...
Nach der Ankunft im Flugzeug klatschen alle Passagiere - nicht etwa wegen der sanften Landung, sondern aus Respekt für den Piloten, der die Insel auf Anhieb und ohne Umwege gefunden hat. Keine einfache Leistung, erstreckt sich doch das "Territorium" der Cook Islands auf über 2 Mio. Quadratkilometer (das entspricht etwa der Fläche von Westeuropa), die eigentliche Landmasse des 15-Insel-Staates bringt jedoch nur schlappe 240 Quadratkilometer auf den Zähler...
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Die Hauptinsel ist Rarotonga, 10'000 Einwohner die sich 67 Quadratkilometer, 1'100 Beamtenstellen, eine 8-seitige "unabhängige" Tageszeitung, 6 Dörfer resp. Kirchen, einen Mittelwellenradiosender, ein Kino und eine geteerte, 32 km lange Küstenstrasse teilen. Rarotonga ist stolz auf seine Öffentlichen Verkehrsmittel: 2(!) Buslinien verkehren mehr oder mehr weniger regelmäßig auf der Insel. Eine clockwise und eine anticlockwise. Und wie der Buschauffeur immer so treffend bei der Ankunft am Cook's Corner über den Lautsprecher sagt: "Good bye and don't get lost - Because if you do, you would be the first in history of Rarotonga."
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Die Cookies - so werden die Insulaner hier liebevoll genannt - sind tatsächlich zuckersüß: Eine Mischung aus dem ewigen Lächeln der Mona Lisa (aber um einiges ehrlicher), der Lebensfreude eines Lottogewinners und der Gottesfürchtigkeit einer Nonne. Wörter wie "Stress", "Bosheit" und "Geldgier" scheinen die Maoris in ihrem 13-Buchstaben-Vokabular nicht zu kennen. Selbst die "harten Jungs" in voller Pubertätsblüte, die sich Abends bei der Brücke treffen und ihren Idolen der New-Yorker Bronx nacheifern, können es sich nicht verkneifen, bei jedem Passanten übers ganze Gesicht strahlend ein herzhaftes "Kia Orana" loszuwerden und die offene Hand zum Gruß auszustrecken, um danach wieder die ernsthaft-coole Stellung des gemeingefährlichen Rappers einzunehmen.
Nunja, die Tatsache, dass alle (sogar eben diese Jungs, ja sogar z.T. die Hunde) Blumen hinter dem Ohr, auf dem Kopf als Blumenkränze oder um den Hals als "Leis" tragen, macht ihren Stand als "böse Jungs" besonders schwer...
Die Cook Islands sind definitiv der Ort, wo man sämtliche hässigen COOP- und DENNER-Verkauferinnen auf Weiterbildungsurlaub schicken sollte. Barak, Netanyahu, Arafat und Co. gleich hinterher...
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So lach- und singfreudig die Cookies sind, so tanzwütend sind sie; Was zugleich auch eine der wenigen Traditionen ist, die die London Missionary Society seit 1823 den Maoris gelassen hat. (Bis auf die Kokosnussschalen auf/um/an den Brüsten der Tänzerinnen die's zuvor nicht gab). Zu ultraschnellen Trommelrhythmen zelebrieren die Tänzer ihre Kampfesstärke indem sie ihre Knie auf- und zuschlagen und mit den Armen u.a. die Ich-reiss-dir-den-Kopf-ab-Bewegung nachmachen. Die Tänzerinnen hingegen - boooaaahhhhh die Tänzerinnen hingegen: Barfuss, mit ihren blumengeschmückten, äußerst hüftbetonenden Bast- und Palmblätterröcken wackeln im Takt mit ihrem Po, sodass jede Sambatänzerin vor Neid erblassen würde, halten aber Oberkörper und Kopf samt Blumenkranz mucksmäuschen still und ahnen die Worte der Gesaenge graziös mit ihren Armen und Händen nach. Boooaaahhhhh! Die Tänzerinnen, wer hätte das gedacht...
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Meinereiner hat sich eine kleine Lodge für drei Wochen an der Südwestküste, gleich beim Avana Harbour gemietet (privat, zu einem Spottpreis). Avana ist übrigens die Bucht, von wo aus ca. 1350 n. Chr. die Maoris mit 13 Kanus nach Neuseeland aufbrachen, es entdeckten und als erste besiedelten. Meine Nachmittage verbringe ich meist in Avarua, der Haupt"stadt", im BLUE NOTE CAFE - gleich neben dem einst legendären und pazifikweitbekannten BANANA COURT, dem heißesten Tanzschuppen zwischen den Wellen - bei einem kühlen Bierchen und dem Studium der Tageszeitung, oder ich spanne meine Hängematte zwischen zwei Palmen und schnitze Kokosnussschalen.
Nunja, ich könnte euch gfröhrligen Daheimgebliebenen noch vom Nichtstun bis zur Erschöpfung, vom Füddlibluttwetter oder von einer kühlen Fanta am Strand erzählen, aber Eisbären fressen ja bekanntlich keine Pinguine...
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Übermorgen geht's ab nach Aitutaki (das liegt "etwas" weiter linksoben) dort soll die schönste Lagune im ganzen Pazifik sein. Aitutaki ist übrigens ein 'Beinah-Atoll'. Wisst ihr wie ein Atoll entsteht? Nun, zuerst ist nichts da außer Wasser. Dann bestimmt "Tangaroa" - Gott der Fruchtbarkeit und der See - dass hier ein Vulkan ausbrechen soll. Ist es ein großer Vulkan, wächst dieser vielleicht bis über die Wasseroberfläche; dann ist er zugleich eine Insel. So wie z.B. Hawai'i. Ein paar 1000 Jährchen später ist der Vulkan erloschen und nicht mehr als Vulkan, sondern als Gebirge erkennbar. In der Zwischenzeit haben sich Korallen am Fuße der Insel angesiedelt. Bei günstigen Klimaverhältnissen wachsen diese zu Riffen an, bis sie dann knapp unter der Wasserlinie einen Gürtel bilden. Einen Korallenriffgürtel eben. So wie z.B. um Rarotonga herum. Nochmals ein paar 1000 Jährchen später setzt dem Gebirge die Erosion stark zu und die Insel sackt durch ihr Eigengewicht immer weiter ab. Die Insel
droht für immer zu verschwinden. Der Korallenriffgürtel jedoch wächst munter weiter, sodass er immer knapp die Höhe des Wasserspiegels erreicht. Ist die Insel resp. das Gebirge ganz verschwunden, ist ein Atoll da. So wie z.B. Aitutaki.
Atolle zerstört man übrigens am einfachsten mit Atombombentests, so wie zum Beispiel Moruroa. Fragt die Franzosen, die wissen wie das geht...
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Na, stinkt es bei euch in Bus und Tram schon nach nassem Hund? Ist die Gehgeschwindigkeit in Berns Lauben schon unter die kritische 3 km/h-Grenze gefallen? Ist die 143 schon überlastet?
Macht's besser oder versucht es zumindest:
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